50 Jahre DOK Leipzig!
Zeit, zurückzublicken auf Filmgespräche, in denen es um mehr als Kino ging – wie im Herbst 1989, als ein gewisser Michael Moore aufstand und eine Diskussion mit den Worten unterbrach, man möge ihm jetzt bitte mal erklären, was da draußen eigentlich vor sich ginge.
Auf denkwürdige Besuche wie 1974 der von Jane Fonda, die sich nicht nur mit Vietnam solidarisierte, sondern auch mangels warmer Garderobe Leipziger Pelzmäntel tragen musste. Große Kinomomente wie die Aufführung von Michail Romms „Der gewöhnliche Faschismus“ 1965 oder Helke Misselwitz’ „Winter adé“ 1988, als im Saal atemlose Stille herrschte, bevor tosender Applaus losbrach. Tränen im Kino wie sie vom Publikum der Filme von Dokfilm-Klassiker Dziga Vertov 1960 überliefert sind.
Welcher Film hat Sie gerührt?
Restlos ausverkaufte Karten, noch bevor das Programm überhaupt veröffentlicht war, Schlangen an den Kinokassen ab den frühen Morgenstunden. Dramatische Erinnerungen wie an die Verhaftungen friedlich protestierender Studenten, wunderbare wie an die friedliche und fröhliche Besetzung des ehemaligen Casino-Kinos 1997, schräge wie die DT64-Protest-Aktion 1991 – und es gibt unendlich viele große und kleine Geschichten, die am Rande des Festivals passiert sind und von denen wir gar nichts wissen.
Waren Sie dabei?
DOK Leipzig, die Leipziger Volkzeitung und MDR FIGARO riefen ihr Publikum, Leser und Hörer auf: Erinnert euch an 50 mal Dokfestival Leipzig! Vielleicht haben Sie hier Ihre Filmleidenschaft entdeckt, eine unvergessliche Begegnung gehabt, sind Zeuge einer geschichtsträchtigen Situation geworden, der Liebe ihres Lebens begegnet, waren bei einem der oben genannten Ereignisse dabei?
Egal, wann, egal, was: Erzählen Sie's uns auch weiterhin!
Ihre Geschichten, Fotos, Ton- und Bilddokumente sollen die Aktion "Rückblende" mit Inhalt füllen.