Die Diskussionen werden gezielter und stärker vorbereitet, der "Leipziger Biertisch" löst die "Mitternachtsgespräche" ab.
Von nun an findet ein einheitlicher Wettbewerb für Film- und Fernsehbeiträge statt. Hinsichtlich der gesellschaftspolitischen Dimension lässt sich wiederum der Einfluss der SED auf das Festival erkennen. Die aktuellen Diskussionen über die Ausbürgerung Wolf Biermanns werden hier nicht offiziell thematisiert, es wird im privaten darüber gesprochen.
José Luandino Viera, Schriftsteller und Leiter des Fernsehens der Volksrepublik Angola, erhält einen Rohfilm und eine Kamera aus einer Spendenaktion. Der Sonderpreis der Jury geht an Patricio Guzmáns "Schlacht um Chile, Teil II - Der Staatstreich" (Chile).
Die Recherche des Staatlichen Filmarchivs zur Retrospektive "Dokumentarfilm in Japan" hatte vier Jahre beansprucht. Als Ergebnis können 1976 u.a. verschollene Filme aus den 30er Jahren präsentiert werden.
Goldene Tauben
WER FÜRCHTET SICH VORM SCHWARZEN MANN (DDR, Sabine Katins)
KIRU: SONO AKSSAI TOCHITO (LEBEN, UM ZEUGE ZU SEIN, Japan, Mariko Akiyoshi)
Silberne Tauben
PUT’ K TUNNELJU (DER WEG ZUM TUNNEL, UdSSR, A. Koval und M. Mamedov)
ALLTAG EINES ABENTEUERS (DDR, Kurt Tetzlaff)
ANGOLA (Polen, Antoni Staskiewicz)
GAMINES (STRASSENJUNGEN, Kolumbien, Ciro Duran)
DAS WEITE FELD (DDR, Volker Koepp)
Sonderpreis der Internationalen Jury
LA BATALLA DE CHILE – EL GOLPE DE ESTADO (DIE SCHLACHT UM CHILE, TEIL II: DER STAATSSTREICH, Chile, Patricio Guzman)
Spezialpreis für Animation
IKAR I MUDRESZY (IKARUS UND DIE WEISEN, UdSSR, Fjodor Chitruk)