Festivalchronik
Festivaljahr:    


Alles neu macht "Der schöne Mai"

Chris Marker diskutiert seinen Film
Chris Marker diskutiert seinen Film "Le jolie Mai" (Quelle: DOK Leipzig)


1963 zahlen sich die Mühen der Veranstalter allmählich aus. Mit einem Kolloquium zum Schaffen des niederländischen Dokumentarfilmregisseurs Joris Ivens, (veranstaltet zu seinem 65. Geburtstag und ein Publikumsmagnet) und einer Goldenen Taube für Chris Marker mit "Der schöne Mai" ("Le joli mai") gibt es ein positives Presseecho im In- und Ausland, bis hin zu anerkennenden Berichten in Le Monde und der Times.

Auch die Zahl der eingereichten Filmen steigt deutlich an (410 ausländische Teilnehmer aus 39 Ländern) und es kommen immer mehr Zuschauer (Mitte der 1960er über 65.000). Zudem nehmen erstmals internationale Organisationen teil: der Weltgewerkschaftsbund, der Weltbund der Demokratischen Jugend, die Internationale Frauenföderation, die Internationale Organisation der Journalisten, sowie der Weltfriedensrat, der einen Sonderpreis verleiht. [Festival-Chronik Teil 3, S. 23]

Am Symposium der Filmhochschulen beteiligen sich 150 Studenten und Dozenten aus 20 Ländern. Die ersten Studentenfilme, die gezeigt werden, stammen von Hochschulen aus Budapest, Belgrad, Babelsberg, Prag, Paris und Wien. [Festival-Chronik Teil 3, S. 23]

Goldene Taube
LE JOLI MAI (DER SCHÖNE MAI, Frankreich, Chris Marker)

Silberne Tauben
REQUIEM DLA 500 000 (REQUIEM FÜR 500 000, Polen, Jerzy Bossak)
DER REPORTER (CSSR, Pavel Havel)
HISTORIE MANZELSTVI (GESCHICHTE DER EHE, CSSR, Josef Kabrt)
ROZOVOR (DAS GESPRÄCH, CSSR, Otakar Krivanek)
DOVOLENA (URLAUB, CSSR, Vaclav Taborsky)
MAN NANNTE IHN FJODOR (UdSSR, Viktor Lissakovic)
VI HAENGER I EN TRAED (WIR HÄNGEN ALLE AN EINEM DRAHT, Dänemark, Jörgen Roos)

Bronzene Tauben
CIGANYOK (ZIGEUNER, Ungarn, Sándor Sára)
ZRÓDLO (DIE QUELLE, Polen, Tadeusz Jaworski)
MUSICI (Animation, DDR, Katja Georgi)

 
Die Fakten in dieser Chronik wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus verschiedenen aktuellen und historischen Quellen zusammengetragen. Besonderer Dank gilt Ralf Schenk und Dr. Heidi Martini für ihre Unterstützung.
Falls Sie Ergänzungen haben sollten, wenden Sie sich bitte an presse@dok-leipzig.de.
Die Quellenangaben beziehen sich auf die Werke, die Sie hier aufgelistet finden.