Das Festival findet von 1957-1959 nicht statt - jeweils mit unterschiedlichen Begründungen und Hintergründen:
1957 beschließt das Ministerium für Kultur wegen der "verschlechterten Situation im westdeutschen Kulturfilmschaffen", das Festival nicht stattfinden zu lassen.
Im Folgejahr 1958 resultiert aus der veränderten deutsch-deutschen Situation und der sich verschlechternden Beziehungen, der Verlust der ursprünglichen Festivalfunktion als "gesamtdeutsche Kultur- und Dokumentarfilmwoche". Gründe hierfür sind der Beitritt der BRD zur NATO, Beitritt der DDR zum Warschauer Pakt und die dadurch fortschreitende Blockintegration beider deutscher Staaten.
1959 wird vom Präsidium der Filmwoche erwogen, eine "Kultur- und Dokumentarfilmwoche der sozialistischen Länder" zu etablieren. Gegen diese Idee spricht sich im Sinne eines "uneingeschränkten internationalen Forums in Leipzig" der Club der Filmschaffenden aus, das Festival findet erneut nicht statt.