DER FILM
DER SCHEIN TRÜGT
Regie: Claus Strigel, Deutschland 2009, 97 min.
Geld ist Vertrauenssache. Doch dieses Vertrauen ist arg ins Wanken geraten. Grund genug, unseren Glauben ans Geld in einem großen Sonderprogramm bei DOK Leipzig zu hinterfragen.
Der Dokumentarfilm „Der Schein trügt“ hinterfragt das scheinbar alltägliche Medium Geld auf vielen Ebenen. Der Film widmet sich auf einfallsreiche und nachvollziehbare Weise der Frage, wie das Geldsystem funktioniert, bzw. warum es teilweise nicht mehr funktioniert. Dabei beschränkt sich Regisseur Claus Strigel nicht darauf, Spekulanten, Börsensystem und faule Immobilienkredite unter die Lupe zu nehmen, sondern zeigt vor allem, wie es anders gehen kann.
Es geht zum Beispiel um Mikrokredite, also kleinste Darlehen, mit denen sich Menschen in unterentwickelten Ländern ein Geschäft aufbauen können und um alternativen Regionalwährungen, die – ohne Zinssystem und an eine bestimmte Region gebunden – in vielen Fällen neue Prosperität in Gegenden gebracht haben, die vorher unter Arbeitslosigkeit und Armut gelitten haben.
Der Film zeigt eindrücklich, dass Geld mehr ist als ein neutrales Tauschmittel. Geld verändert die Gesellschaft und die Beziehungen der Menschen untereinander. Es ist eine Macht, die eine Gesellschaft mindestens ebenso stark verändern kann wie Kriege, religiöse oder kulturelle Einflüsse es vermögen.
Bei aller Kritik am Geld ist eine Welt ohne Geld kaum vorstellbar. Gerade deshalb ist es so wichtig, zu verstehen, wie das Geldsystem funktioniert. „Der Schein trügt“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Expedition zu den Rätseln des Geldes und schafft es auch Zuschauer zu fesseln, die niemals einen Blick in den Wirtschaftsteil der Zeitung werfen würden.
Mehr Informationen und Ausschnitte des Films:
http://www.denkmal-film.com/derscheintruegt.com/
DOK Leipzig zeigt den Film im Rahmen seines Schulkinos in der Festivalwoche (18.-24.10.2010).
Termin: Dienstag, den 19.10.2010 um 9:00 Uhr
WER KANN MITMACHEN?
Das Projekt ist für Schüler ab der 9. Klasse konzipiert. Aufgrund der Thematik eignet sich
das Angebot besonders gut für Fachlehrer für Gemeinschaftskunde/Ethik, Wirtschaft, Geschichte und Politik.
UNKOSTENBEITRAG
Pro Schüler wird ein Unkostenbeitrag von 3,50 EUR erhoben. Begleitpersonen haben freien Eintritt. Der Unkostenbeitrag wird direkt im Kino bezahlt.
DOKUMENTARFILM IN DER SCHULE
Seit mehreren Jahren bietet DOK Leipzig Lehrern mit seinen Schulvermittlungsprojekten Lehrern die Möglichkeit, sich gemeinsam mit ihren Schülern ausgesuchte Dokumentarfilme im Kino anzuschauen. Dazu werden Filme ausgewählt, die zum Lehrplan passen und die den regulären Unterrichtsstoff inhaltlich ergänzen und veranschaulichen.
Wir bieten Schülern und Lehrern die Möglichkeit, den Dokumentarfilm als filmisches Genre und als inhaltliches Medium (besser) kennenzulernen. Mit Hilfe von speziell erstellten Schulmaterialien ermöglichen wir den Lehrern eine individuelle Vorbereitung auf die Filmvorführung, bei der inhaltliche und formale Aspekte des Films heraus gearbeitet werden.
ANMELDUNG UND INFORMATIONWenn Sie Interesse haben, mit ihrer Klasse oder einem oder mehreren Kursen am Schulprojekt teilzunehmen, schicken Sie uns bitte eine Mail mit Ihren kompletten Kontaktdaten (bitte unbedingt mit Email-Adresse) und folgenden Informationen:
- Anzahl der Schüler
- Art der Gruppe (Klasse, Leistungskurs, einfacher Fachkurs)
- Klassenstufe der Schüler
Anmeldeschluss ist der 20. September 2010.
Wir melden uns dann bei Ihnen!
Kontakt:
Leipziger DOK-Filmwochen GmbH
Luc-Carolin Ziemann
Tel.: 0341. 308 64 0
E-Mail: ziemann@dok-leipzig.de

