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Die Auswahlkommission des Festivals (v.l.): Dr. Grit Lemke, Ralph Eue, Annegret Richter, Claas Danielsen, Matthias Heeder, Dr. Karin Wehn, Ingo Linde, Cornelia Klauß, Paulo de Carvalho | Foto: Martin Jehnichen
Die Auswahlkommission des Festivals (v.l.): Dr. Grit Lemke, Ralph Eue, Annegret Richter, Claas Danielsen, Matthias Heeder, Dr. Karin Wehn, Ingo Linde, Cornelia Klauß, Paulo de Carvalho | Foto: Martin Jehnichen

Die Einreichfrist ist vorbei und zahlreiche Filme haben ihren Weg zu DOK Leipzig gefunden.

Jetzt ist sie an der Reihe: die Auswahlkommission!

Sie wollen wissen, was diese Damen und Herren genau machen?

Nun, sie sind es die das ganze Jahr ihre Augen und Ohren offen halten, um nicht zu verpassen, wenn irgendwo ein viel versprechender Film fertig wird. Sie fliegen zu Filmfestivals über den ganzen Globus und bleiben mit Regisseuren im Gespräch - und einen Monat im Jahr sitzen sie so lange vor dem Fernseher, bis sie kaum noch geradeaus gucken können.

Und nicht nur das: Auf ihre Entscheidungen warten um die 2000 Filmemacher und Produzenten, Journalisten, andere Filmfestivals und nicht zuletzt die Zuschauer voller Neugier und Spannung, denn sie entscheiden über die Filme, die es in die Wettbewerbe und ins Internationale Programm schaffen.

Die DOK-Auswahlkommission des Festivals ist der Gerechtigkeit halber und korrekterweise paritätisch mit vier Herren und vier Damen besetzt.

Dieses Jahr sind das:

 

Claas Danielsen


Festivaldirektor DOK Leipzig, Filmemacher

geboren 1966 in Hamburg, 1996 Abschluss des Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) Abt. IV „Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik“. Ab Herbst 1997 Aufbau eines neuen Lehrstuhls für Fernsehjournalismus an der HFF als Assistent von Professor Gerd Ruge. 1999 Konzeption, Aufbau und Studienleitung des europäischen Fortbildungsprogramms für Dokumentarfilmschaffende ‘Discovery Campus’
1999 – 2002 Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (a.g.dok)
2000 – 2002 Studienleitung Discovery Campus e.V., u.a. Aufbau der Discovery Campus Masterschool . 2001 - 2004 Vorstandsmitglied des European Documentary Network (EDN)
2002 Vorstandsmitglied des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München e.V.
seit 2004 Direktor und Geschäftsführer von DOK Leipzig

 

Ralph Eue


Filmpublizist und Journalist

geboren 1953, studierte Germanistik, Romanistik und Architektur in Marburg, Paris und Frankfurt. Filmpublizist und Übersetzer seit 1980. Redakteur der Zeitschrift "Filmkritik" bis 1984. 1990-95 Pressechef von "Tobis Filmkunst", Fernsehjournalist seit 1996. Kurator der Berlinale-Retrospektive 2005. Ralph Eue lebt und arbeit in Berlin.

 

Matthias Heeder


Filmemacher und Autor

geboren 1951 in Hamburg, 1971-1977 Studium Literaturwissenschaft, Geschichte, Politik und Philosophie; Universität Hamburg, Staatsexamen. 1977-1979 Studien-/Arbeitsaufenthalt in den USA, Kanada und Südostasien. Journalistische Arbeit, Hörfunk, Fernsehen, Fachpresse; seit 1979 in Hamburg als freier Filmemacher/Autor tätig. 1980 Gründung der Filmproduktion (Rhizomfilm) gemeinsam mit Monika Hielscher, 1992 Vorstandsmitglied des Hamburger Filmbüros, 1995/98 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Hamburger Filmbüros; 1998 Gründungsmitglied des Hamburger Filmvereins, 1999 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, 2003 Teilnahme Discovery Campus Master School, Mitglied im EDN/European Documentary Network.

 

Cornelia Klauß


Autorin und Dramaturgin

geboren 1962 in Dresden. Studium der Filmwissenschaft an der HFF Potsdam-Babelsberg. 1990-2002 Programmleiterin des Filmkunsthause Babylon in Berlin, seither freiberuflich tätig als Autorin von Dokumentarfilmen, Dramaturgin und Kuratorin, u.a. Auswahlgremium der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Zur Zeit ist sie als Autorin bei "zero Film" tätig.

 

Dr. Grit Lemke


Autorin/Kuratorin/Leiterin Programm Dokumentarfilm DOK Leipzig


Geboren 1965 in Spremberg/Niederlausitz. Nach einer Baufacharbeiterlehre und Arbeit im Theater- und Kulturbereich Studium der Kulturwissenschaft, Ethnologie und Germanistik in Leipzig. Seit 1993 freie Journalistin für Printmedien und TV. Promotion in Europäischer Ethnologie, Veröffentlichungen zu Biografieforschung und Volkskultur. Seit 1991 beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm tätig, u.a. als Pressesprecherin, seit 2004 als Mitglied der Auswahlkommission und seit 2008 als Programmerin. 2001-2003 Auswahlarbeit für das Sheffield International Documentary Festival. Seit 1998 in verschiedenen Funktionen für das Festival des osteuropäischen Films Cottbus tätig. Projektmanagement und Kuration von Filmreihen, darunter die Retrospektive „Spurensuche“ zum 50. Jahrestag von DOK Leipzig 2007 und „Crossing 68/89“ in der Akademie der Künste Berlin 2008. Lehraufträge im Bereich Visuelle Anthropologie. Publikationen zum Dokumentarfilm, u.a. im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, und Mitarbeit an Dokumentarfilmen, u.a. für den MDR.

 

Paulo de Carvalho


Produzent und Filmexperte

2010 ist Paulo de Carvalho erstmals Mitglied der Auswahlkommission Dokumentarfilm bei DOK Leipzig. Damit konnte das Festival einen ausgewiesenen Experten des lateinamerikanisch-spanischen Films für das Sichtungsteam gewinnen. Paulo, der aus Brasilien stammt und seit 1988 in Deutschland lebt, war viele Jahre für die Französischen Filmtage in Tübingen tätig und dort auch Sichtungsexperte. Vor 17 Jahren hat er CineLatino ins Leben gerufen. Als Teil der Filmtage Tübingen hat sich dieses Festival mittlerweile zur bedeutendsten Plattform für die lateinamerikanische und spanische Filmkultur entwickelt. Erfahrungen auf internationaler Ebene hat Paulo de Carvalho beim Locarno Filmfestival gesammelt, wo er als Mitglied der Auswahlkommission und Berater für Lateinamerika, Spanien und Portugal tätig war. Zusammen mit einem Partner betreibt Paulo die Produktionsfirma Autentika, die vor allem an Koproduktionen mit Fokus auf Dokus und Fiction beteiligt ist.

 

Auch beim Animationsfilm wird ausgewählt:

 

Annegret Richter


Programmdirektorin Animationsfilm bei DOK Leipzig

Annegret Richter war bis Sommer 2010 Festivaldirektorin des Internationalen Kurzfilmfestivals - Filmfest Dresden. Vorher arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig an dem sie selbst bis 2002 studierte. Sie unterrichtete im Bereich Medienwissenschaft Seminare zu Film und Fernsehen. Neben ihrer Tätigkeit als Filmjournalistin für verschiedene Radiosender und Zeitschriften, war sie bereits seit 2001 in verschiedenen Positionen bei DOK Leipzig tätig. 2008 kuratierte sie das Sonderprogramm zum Animadok- Film. Der animierte Dokumentarfilm ist auch das Thema ihrer Dissertation.


 

Ingo Linde


Medienwissenschaftler

geboren 1978 in Nürnberg. Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft, Kulturwissenschaften und Informatik in Leipzig. Seit 2000 wissenschaftlicher und redaktioneller Mitarbeiter beim unabhängigen Forschungsprojekt »Animation in Neuen Medien«: Publikationen, Workshops und Filmprogramme zu verschiedenen Aspekten des (digitalen) Animationsfilms. Seit 2006 Programmassistenz Animationsfilm bei DOK Leipzig.

 

Dr. Karin Wehn


Autorin und Dozentin

Karin Wehn wurde am 11.10.1967 in Siegen geboren.

Von 1988 bis 1995 Studium an der Universität Siegen und an der University of Ulster at Coleraine, Nordirland in den Fächern Englische Sprachwissenschaft, Angewandte Sprachwissenschaft, Englische Literaturwissenschaft und Neuere deutsche Literaturwissenschaft.

Von 1991 bis 1995 war sie studentische Hilfskraft im Sonderforschungsbereich 240 "Bildschirmmedien" an der Universität Siegen, 1995 bis 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt "Fernsehkrimi in Ost-, West- und Gesamtdeutschland" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Ihre Promotion zum Thema "Der west- und ostdeutsche Fernsehkrimi im Dualen Rundfunksystem" hat sie an der Universität Halle-Wittenberg im Juli 2000 abgeschlossen. Sie war Medienkritikerin und Rezensentin u. a. bei telepolis, Funkkorrespondenz, Grimme, Fernseh-Informationen und den Mitteilungen des Studienkreis Rundfunk und Geschichte.

Von August 1999 bis Februar 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Medienwissenschaft und Medienkultur. (Habilitationsprojekt "Animation im Internet")

Von April bis Juli 2008 war sie Dozentin für Medientheorie an der Berliner Technischen Kunsthochschule. Im Sommer 1999 und Sommer 2000 erhielt sie das GAAC-Stipendium für das deutsch-amerikanische Summer Institute "The Unification of Germany - Problems of Transition in a Comparative Perspective", Erfurt 1999 und Baltimore, USA 2000.

Von Oktober 2001 bis März 2003 hatte Frau Dr. Wehn eine Gastprofessur im Bereich Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste, Berlin inne.

Sie ist Autorin für das Kurzfilm-Magazin Kurzschluss, arte; Autorin für das Netzkulturmagazin Telepolis, Moderatorin und Kuratorin bei verschiedenen Festivals und Events (Internationales Trickfilmfestival Stuttgart; European Media Art Festival Osnabrück, Filmmesse Leipzig).

Im April 2004 hatte sie eine Gastprofessur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Institut für Medien & Kommunikation.

Im SS 2005/05 war sie Gastdozentin für Medientheorie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Leipzig. Karin Wehn ist Mitglied im Editorial Board von "Animation: An Interdisciplinary Journal", Sage (erste Ausgabe August 2006).

 
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